T Begriffe. die mit T beginnen
Tiptronic: Die Tiptronic ist eine sportliche Weiterentwicklung der Automatik. Sie wird immer in Verbindung zur Automatik angeboten. Der "Schalthebel" hat im Gegensatz zum herkömmlichen Getriebe nur drei Stellungen auf einer Ebene. Durch drücken des Hebels nach vorne schaltet das Getriebe einen Gang hoch. durch ziehen nach hinten. einen Gang zurück. Da das Kuppeln entfällt. ist hier die sportliche Variante zum Schaltgetriebe hergestellt. Die Tiptronic ist nicht mit einem sequenziellen Getriebe zu verwechseln.


Teilkasko: Die wichtigsten fälle. in denen die Teilkasko zahlt. sind Diebstahl und Windschäden. Seit geräumer Zeit ist die Tierliste bei einigen Gesellschaften um Pferd. Rind. Schaf und Ziege erweitert worden.
Weiterhin zahlt sie für Schäden durch Kabelkurzschluss. Brand. Explosion. Sturm. Hagel Blitzschlag. Überschwemmung. Marderbiss und Glassbruch.


Tonneau: Die Karosserie der ersten Autos war in ihrer Form einfach von den Pferdewagen übernommen. Die verschiedenen Modelle wurden sogar nach ihren Vorgängern benannt. Das "Landaulet " zum Beispiel hatte. wie der Landauer. ein geschlossenes Abteil für die Fahrgäste und einen Freiluftsitz für den Chauffeur. Die Limousine war ähnlich. doch hier war der Sitz des Fahrers durch eine teilweise Verkleidung gegen die Unbill der Witterung geschützt. Andere. wie der "Tonneau" und der "Phaeton". entsprachen in Aussehen und Bezeichnung offenen Pferdekutschen. Gebaut wurden diese ersten Modelle von Schreinern. die vorher Pferdewagen hergestellt hatten. Die Art der Herstellung war die gleiche. und sämtliche damaligen Wagen waren sehr schwer; sie wogen oft eine Tonne. manchmal sogar zwei. Karosserien wurden auch nach den Wünschen der Kunden gefertigt. denn damals kaufte man beim Konstrukteur des Autos nur das Chassis mit dem Motor. meist ohne sonstiges Zubehör.


Torsionssteifigkeit: Die hervorragende Torsions- und Biegesteifigkeit der Karosserie ist eine wesentliche Voraussetzung für den hohen Sicherheitsstandard und den ausgezeichneten Komfort der heutigen Automobile. Großvolumige Trägersysteme und besonders steif ausgelegte Knotenpunkte tragen dazu bei. dass der extrem stabile Fahrgastraum ein überdurchschnittliches Maß an Schutz bietet. Zudem ist die hohe statische und dynamische Festigkeit Basis für die genau berechnete Kinematik der Zentrallenker-Hinterachse. Durch die stabile Karosserie werden auch störende Nebengeräusche weitgehend eliminiert. so dass die eine angenehme Akustik genießen.


Transistorzündanlagen: Mit Transistoren lassen sich größere Ströme trägheitslos schalten. wobei der Unterbrecher nur den Basisstrom des Transistors steuert. Siliziumtransistoren haben gegenüber Germaniumtransistoren eine höhere zulässige Sperrspannung und Betriebstemperatur. benötigen aber wegen der geringeren Stromverstärkung einen höheren Steuerstrom. Für die Transistorzündung. werden Germaniumtransistoren verwendet. Wegen der niedrigen zulässigen Temperatur sind besondere Maßnahmen zur Wärmeableitung (Kühlrippen) notwendig; die niedrige zulässige Sperrspannung berücksichtigen schaltungstechnische Vorkehrungen. Durch Reihenschaltung zweier Transistoren lässt sich z. B. die zulässige Primärspannung gegenüber dem Einzeltransistor etwa verdoppeln. So genannte Zener-Dioden schützen vor Überschreitung der zulässigen Sperrspannung. Die Funkenzahl pro Zeiteinheit wird wie bei der transistorlosen Zündung durch das dynamische Verhalten des Unterbrechers nach oben begrenzt. Eine größere Funkenzahl lässt die kontaktlos gesteuerte Transistorzündung zu. Das Auslösen der Zündvorgänge kann durch magnetische Geber. Hall-Generatoren u. ä. erfolgen. Magnetische Geber lassen sich direkt mit der Kurbelwelle verbinden. Das Steuersignal des magnetischen Gebers gelangt in eine Kippstufe (Kippgenerator). die elektronisch den Basisstrom der Transistorzündung schaltet.


Trommelbremsen: Trommelbremsen bestehen aus einer Metalltrommel. die fest am Rad sitzt und sich mit ihm dreht. Innerhalb der Trommel befinden sich zwei Bremsbacken. Diese sind auf einer Scheibe befestigt. die starr mit der Aufhängung verbunden ist und sich nicht mit dem Rad dreht. Die Scheibe mit den Bremsbacken ist also der feststehender Teil. um den die Trommel mit dem Rad kreist. Die Bremsen werden mit Hilfe von Bremszylindern und einer Bremsflüssigkeit betätigt. Bei Trommelbremsen unterscheidet man je nach der Art der Backenbefestigung zwischen der Gleitbacken-Bremsen . deren Bremsbacken abgerundete Enden besitzen. mit denen sie sich an den flachen Oberflächen von Lagerböcken abstützen und sich dadurch selbst in der Bremstrommel zentrieren. und den Gliederbacken-Bremsen (Lenker-Bremsen). deren Bremsbacken mittels Lenkern am Bremsschild drehbar aufgehängt sind. wodurch eine gute Selbstzentrierung und für auflaufende Bremsbacken gute Selbstverstärkung erreicht wird. Die einfachste Form der Trommelbremse ist die Simplexbremse . Bei ihr werden die feststehenden Bremsbacken nur von einem doppelseitig wirkenden Radzylinder mit zwei Kolben gegen die umlaufende Bremstrommel gedrückt. Die gegen die Drehrichtung an die Trommel gepresste Backe (ablaufende Backe) wird von der Bremskraft zwischen Belag und Trommel weggedrückt. es entsteht eine abgeschwächte Bremswirkung. Die in Drehrichtung angepresste Backe (auflaufende Backe) erzielt infolge der Reibung durch die drehende Bremstrommel eine zusätzliche Anpressung und dadurch eine Selbstverstärkung einsetzt. Da bei Umkehr der Drehrichtung die Backen ihre Rollen tauschen. bleibt bei der Simplexbremse die Bremswirkung bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt gleich. Eine etwas aufwändigere Form der Trommelbremse ist die Duplexbremse. Bei diesem System drücken jeweils zwei Radzylinder je eine Bremsbacke in Drehrichtung gegen die Trommel. wodurch beide Backen auflaufend sind und somit bei einer Vorwärtsfahrt bei beiden Backen eine Selbstverstärkung einsetzt. dagegen ist bei Rückwärtsfahrt die Bremswirkung schwächer. da beide Backen ablaufend sind. Diesen Nachteil schaltet die Duo-Duplexbremse aus. da sich hier durch zwei Spannvorrichtungen. unabhängig von der Fahrtrichtung. stets zwei auflaufende Backen ergeben. Eine zusätzliche Selbstverstärkung bietet die Servobremse (Vollbremse). bei der sich die auf eine Backe wirkende Längskraft auf die andere Backe abstützt. Bei der Duo-Servobremse ist die Bremswirkung in beiden Drehrichtungen der Bremstrommel gleich. Durch Ausnutzung der Selbstverstärkung bringen Trommel-Bremsen mit niedriger Pedalkraft eine gute Bremswirkung. die aber bei Reibwertschwankungen rasch ungleichmäßig wird. Die einzelnen Bremselemente bei der Trommelbremse sind zwar gegen äußere Einwirkungen geschützt. dadurch besitzen sie aber auch eine geringe Selbstreinigung und eine schlechtere Wärmeabfuhr bei langen Bremsungen. was zum Abfall der Bremswirkung (Fading) führt.


Typklassen: in Haftpflicht. Voll- und Teilkasko hat jedes Auto eine bestimmte Typklasse. Ist ein Fahrzeugmodell in viele und teure Unfölle verwickelt. resultiert daraus eine hohe Typklasse und damit auch ein entsprechend hoher Versicherungsbeitrag. Derzeit sind etwa 12.000 Automodelle erfasst.


Teilamortisationsvertrag: Die Raten decken Anschaffungskosten während der Grundmietzeit nur teilweise ab. Amortisation erfolgt über einen vereinbarten Restwert am Ende der Grundmietzeit; Kündigung ist in diesem Zeitraum nicht möglich. Übliche Vertragsform. aber Vorsicht bei zu hoch angesetztem Restwert!


Tachograph: selten gebauchte Bezeichnung für Fahrtenschreiber.


TDI - Turbodiesel-Direkteinspritzer: Besonders effizient arbeitender Dieselmotor; er vereinigt gute Fahrleistungen und niedrigen Verbrauch; von Volkswagen erstmals auch in Pkw der Kompaktklasse eingesetzt.


TDI-Pumpe-Düse-System: Pumpe-Düse-System. Direkteinspritzsystem: Eine Pumpe-Düse-Einheit an jedem Zylinder produziert einen Einspritzdruck von über 2.000 bar. So werden eine saubere Verbrennung und ein hoher Wirkungsgrad erreicht.


Teilhomogenisiert. fremdgezündet: Nur ein Teil des Kraftstoff-Luft-Gemisches im Brennraum ist gut durchgemischt. der restliche Teil weniger und enthält meistens einen Luftüberschuss. Fremdzündung: eine Zündkerze (oder ein Glühstift) wird benötigt.


Teillastbetrieb: Der Motor läuft nicht bis zur äußersten Leistungsgrenze. oder das Gaspedal ist nur teilweise getreten; Volllast = voll durchgetretenes Gaspedal


Telematik: Kunstwort aus Telekommunikation und Informatik. Es beschreibt mobile Verkehrsdienste. die per Datenaustausch vom Fahrzeug empfangen und gesendet werden. Telematiksysteme nutzen Informations- und Kommunikationssysteme für eine effizientere Verkehrsabwicklung.


TFM: Transversal Fluss Motor; Elektromotor für Traktionsanwendungen


Tachometer: der Geschwindigkeitsmesser ist für Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h vorgeschrieben.


Targa Florio: Straßenrennen in den Bergen der sizilianischen Küste zwischen Palermo und Messina. Von 1906 bis 1971 veranstaltet und dem sizilianischen Reeder Vincenzo Florio (1883-1958) begründet. Die Länge des Rennens schwankte je nach Auswahl der Strecke und Anzahl der Runden zwischen ca. 440 und 1.080 km. Der erste sieg 1906 ging an Alessandro Cagno auf einem Itala.


TEXACO: amerikanischer Mineralölkonzern. hervorgegangen aus der 1902 gegründeten Texas Fuel Company.


T.I.R.: weißes Schild mit grünen Buchstaben an LKW's. Abkürzung für Transport International Ruenne. Nach internationalen Grenzabkommen sind für solche LKW die Grenzkontrollen vereinfacht.


Tonneau: Automodelle um 1900. Die ihren Namen von der tonnenförmigen Gestaltung hinter den Sitzen erhielten. Die Fahrgäste auf den Rücksitzen saßen im schrägen Winkel zur Wagenmitte. Die ersten Tonneaus hatten nur eine Einstiegstür hinten in der Mitte des Hecks. Modelle mit vier "Ecksitzen" hinten wurden Doppel-Tonneau genannt. für offene Doppel-Tonneaus wurde auch die Bezeichnung Phaeton benutzt.


Torpedo: diese Bezeichnung kam kurz nach 1900 für torpedo- oder zigarrenförmige Wagen auf.


Totalschaden: Von einem Totalschaden spricht man. wenn die Wiederherstellung des beschädigten Fahrzeuges entweder nicht möglich (technischer Totalschaden) oder unwirtschaftlich ist (wirtschaftlicher Totalschaden).


Tour de France: 1951 erstmals ausgetragen. GT- und Tourenwagenwettbewerb auf verschiedenen Rundkursen und Bergstrecken in Frankreich. Das Rennen ging zu beginn der 70er Jahre wegen der sogenannten Ölkrise unter.


Tourenwagen: dieser Begriff kam um 1900 auf um die ersten größeren und bequemeren Autos von den Rennwagen einerseits und den zahlreichen Kleinwagen (Voituretten). die das Straßenbild prägten. andererseits abzugrenzen. Auch als Bezeichnung für einen bequemen Reisewagen gebräuchlich.


Tourer: bildete sich als Begriff ab 1900 bis ca. 1914 und wurde für Autos benutzt. die vorher als Doppel-Phaeton bezeichnet wurden. Der Begriff wurde jedoch nur für offene. viersitzige Wagen benutzt. Im englischen Sprachraum wird der Begriff Tourer heute noch für offene Wagen benutzt. die nicht über die Eigenschaften eines Kabrioletts verfügen. also z.B. nur seitliche Steckfenster haben.


Tourist Trophy: ab 1905 als Rennen für Touren- und Sportwagen auf der Isle of Man ausgetragen. 1928 bis 1955 nach Nordirland verlegt und in dieser zeit einmal auch in Donnington Park ausgetragen. Danach auf feste Rennstrecken (Goodwood. Oulton Park. Silverstone) verlegt.


Trans Am: seit 1966 ausgetragene Veranstaltung in den USA bei der jährlich eine Serie von 12 oder 13 Rennen in verschiedenen Klassen gefahren werden. Dominierend sind die Rennen bei denn US-Cars mit frisierten Motoren über 5 Liter Hubraum fahren.


TÜV: Technischer Überwachungsverein. eine selbstverwaltete Organisation der deutschen Wirtschaft (und keineswegs der deutschen Behörden. wie mancher Laie glaubt). die vom Gesetzgeber mit technischen Prüfungen auf über 40 verschiedenen Sachgebieten beauftragt wurde. Die Prüfung von Kraftfahrzeugen auf die Tauglichkeit für den Straßenverkehr ist nur eine von vielen. aber die bekannteste und häufigste Aufgabe.

 
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